dem Entdecker des Magnetismus als Heilmethode und der Hypnose. Sein Werk und seine Lehren kommen erst jetzt aufgrund neuerer Veröffentlichungen
ins Blickfeld der allgemeinen
Öffentlichkeit und werden in der modernen Psychotherapie eingesetzt.
Als begleitende Schriften über Mesmer und dem Mesmerismus
werden empfohlen: "Ars magnetica" von Ernst Florey aus dem Konstanzer
Universitätsverlag und die
Broschüre: "Dr. Franz Anton Mesmer - der
Magier vom Bodensee" von Heinz Schott, diese ist im Verkehrsbüro Moos erhältlich. Die
Höri ist ein guter Ausgangspunkt, um auf den Spuren des Arztes Franz Anton Mesmer zu reisen. Eine seiner
Wohn- und Arbeitsstätten befinden sich in der Umgebung.
Lebensstation
von Franz Anton Mesmer:
Geboren am 23.Mai 1734 in Iznang.
1750 Priesterseminar in Dillingen.
1754 Jesuiten-Universität Ingolstadt.
1759 Student der Medizin in Wien.
1766 Niederlassung als Arzt in Wien.
1768 Hochzeit im Stephansdom zu Wien mit der reichen Witwe Posch.
Leopold Mozart mit seinem
Sohn Wolfgang und Gluck gehörten u.a. zu den Hausfreunden.
1775 Reise nach Bayern, an den Rhein und nach Konstanz.
1777 Übersiedlung nach München und Reisen in die
Schweiz.
1778 Übersiedlung nach Paris, um seine Lehre zu
verkünden.
1782 Sommeraufenthalt in Spa/Belgien. 1784 Reisen in Europa.
1789 Verlust seines Vermögens durch die Wirren der Revolution
in Paris.
1790 Reise nach Wien, um den Nachlass seiner Frau zu ordnen.
1792 für kurze Zeit in Paris.
1793 Verhaftung in Stein am Rhein.
1799 erneuter Besuch in Paris.
1809 Wohnsitz in Frauenfeld.
1811/12 wechselnde Wohnsitznahme in Konstanz und Frauenfeld.
1813 nach Meersburg verzogen.
Verstorben am 5. März 1815 in Meersburg.
Iznang,
Weiler und Kloster Grünenberg
Sie erreichen Iznang ca. 6 km von Radolfszell mit
dem Bus oder per Auto. In Iznang finden wir in der
Höristraße das Geburtshaus von Mesmer mit einer Gedenktafel. Im Gasthof "Zum Adler" befindet sich eine Heimatstube zur Ehrung von Franz Anton Mesmer.
Im Nachbarort Weiler steht die Taufkirche St.
Leonard. Der Chorraum entspricht noch der Mesmerzeit. Das nahegelegene Kloster Grünenberg, in welchem Franz Anton Mesmer von
1742 bis 1746 Musik- und Lateinunterricht erhielt, ist abgerissen, aber
eine Gedenktafel erinnert an die klösterliche Einsamkeit. Hier finden sich auch die Quellen,
wo er sich gerne als Jugendlicher aufhielt.
Das Kloster war für die Höri ein Wallfahrtsort und dort sollen auch Wunder
geschehen sein. Der Klosterplatz liegt zwischen Weiler und Gaienhofen im Wald versteckt.
Ein Flurkreuz auf der westlichen
Straßenseite hinter Weiler weist den Weg in
Richtung Graues Ried, einem eiszeitlichen Toteisloch,
wo es gute Parkmöglichkeiten gibt. Vom Parkplatz bis zum
Klostergelände sind es ca. 10 Minuten Fußweg.
Frauenfeld
/ Kanton Thurgau
Nach Frauenfeld sind es über Stein am Rhein ca. 40
Autominuten.
Die Franz-Anton-Mesmer-Praxis befand sich in der Züricher
Straße 153. heute befindet sich in dem Haus die Rathausapotheke. Parkplätze in der
Tiefgaragen-Passage direkt am Bahnhof. Das Wohnhaus von Franz Anton Mesmer in Wagenhausen bei Stein am Rhein ist nicht mehr bekannt.
Konstanz
ca. 30 Km von der Höri entfernt. Hier wohnte Franz Anton
Mesmer in der Hussenstr. 17.
Das Jesuitenkloster, in dem Franz Anton Mesmer von 1746 bis 1750
unterrichtet wurde, ist das heutige Stadttheater gegenüber dem Inselhotel.
Meersburg
ca. 40 Km von der Höri entfernt. Parkplätze
ca. 8 Minuten von der Altstadt entfernt. Dort können Sie das
alte Schloss besichtigen, in dem Bischof Marquard von Rodt
residierte, der ein Förderer von Franz Anton Mesmer war. In der Vorburggasse befindet sich das Wohnhaus, in dem Franz
Anton Mesmer verstarb. Das Haus ist der
Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die Wohnung befindet sich im ersten Stock. Der
Friedhof, auf dem Franz Anton Mesmer beigesetzt wurde, ist gut ausgeschildert und gleich am Eingang befindet sich das
1816 von der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte errichtete Monument. Justinus Kerner
beschrieb 1856 die Inschrift wie folgt: "Auf der Seite gegen
Sonnenaufgang ruht das strahlende Auge Gottes über dem Namen Franz
Anton Mesmer.
Gegen die Nordseite ist in einem Abbild
von Kreisen das Sonnensystem mit Sonne,
Mond, Sternen und Erdkugel dargestellt. Unter dem Erdkreis wird
Mesmers irdisches Dasein ausgedrückt durch
die Worte: geboren am 23. Mai 1734. Gegen Südwest zeigt die als
strahlender Stern brennende Fackel, mit welcher der Palmzweig
ein Kreuz bildet, sein ruhiges friedliches Hinübergehen zum Licht
über den Text: gestorben den 5.
März 1815. Auf der oberen Fläche schließlich noch Leben und Bewegung durch die
Sonnenuhr und Boussole als Zeit in den Raum dargestellt. So
enthält diese glückliche Allegorie ein Epos über
den Toten und seine Entdeckung."
Die Bibliographie zu Franz Anton Mesmer in englischer,
französischer und deutscher Sprache ist sehr
umfangreich, hier wird auf die Fachbibliotheken und den Buchhandel
verwiesen.
Autor:
Burkhard Stege
Was ist Magnetismus ?
Mesmer behandelte zunächst mit
Stahlmagneten und entdeckte dabei eine noch viel feinere Heilkraft als
die Kraft des Magneten:
Den, wie er es nannte, "animalischen" oder auch "tierischen" Magnetismus.
In unserer heutigen Sprache
übersetzt bedeutet
der Begriff "animalischer" Magnetismus soviel wie: "LEBENSMAGNETISMUS".
Auf vielen Reisen
demonstrierte Mesmer sein Können als "Magnetiseur" und
führte in Paris eine "magnetische" Praxis, die von allen Bevölkerungsschichten besucht wurde.
Besonders auch vom Adel. Eine Untersuchungskommission vom damaligen Französischen
König eingesetzt, kam zu dem Ergebnis, dass Mesmers Methode
wirklich Heilkraft hatte und
Heilergebnisse erzielt wurden.
Die wissenschaftliche Anerkennung scheiterte
nur daran, dass man nicht beweisen konnte, was da
wirkt.
Wie auch in der heutigen Wissenschaft, reichte das
pure Ergebnis leider nicht aus. Man muss wissen,
dass Mesmer alles andere als ein Esoteriker war. So glaubte er nicht an
Dämonen oder Geistwesen. Er stand also mit beiden
Beinen im Leben und hatte nichts übrig
für "unnatürliche" Zaubereien. Er war bestrebt seine
Methode auf dem Boden der Schulmedizin zu beweisen.
Mesmer nennt sein Wirkprinzip "Fluidum" oder
"All-Flut", welches über die Nerven die Muskeln
rhythmisch anregt und damit die Körperkräfte zirkulieren lässt und
den Organismus am Leben erhält. Er führt alle
Krankheiten auf eine Stockung dieser Zirkulation zurück, die durch Krampf oder
Lähmung der Muskel hervorgerufen wurde. So kommt es zur
Verstopfung der Gefäße, zu einer durch einen Widerstand
hervorgerufenen Stauung der Säfte und damit zur Krankheit.
Die traditionell chinesische Medizin sieht das ganz ähnlich!
Die Technik des Magnetisierens besteht aus: Handauflegen, Luftstriche ( franz.: passes ), heute
würden wir sagen Aura ausstreichen, übertragen des
Fluidums durch ein Rohr, durch Blicke, durch Spiegel, ja sogar in die Ferne durch Wände
und Mauern hindurch. Mesmer magnetisiert Wasser,
Bäume, Speisen etc. Er benutzt Gebet, Gesang
und unterstützende Musik. Ich freue mich, diese Tradition des Magnetismus wieder auf die Höri zu bringen.
Liebe, Licht und Gottes Segen
für Sie alle,
Ihr Aldo Berti